Kuenstlerhaus_Cuxhaven

Das Künstlerhaus im Schlossgarten in Cuxhaven - Aufnahme aus 2016

Zur Geschichte des heutigen Künstlerhauses im Schlossgarten, Cuxhaven Im Jahre 1892 wurde das „alte“ Amtsgericht auf Veranlassung des Amtsverwalters Werner und mit Genehmigung der Hamburger Bürgerschaft in unmittelbarer Nähe zum Schloss Ritzebüttel errichtet. Vorausgegangen war im Jahr 1864 die Trennung von Verwaltung und Gerichtsbarkeit durch Erlass des „Gesetzes über die Reorganisation in der Verwaltung und Rechtspflege des Amtes Ritzebüttel“. Nur 10 Jahre nach Fertigstellung des Amtsgerichtsgebäudes im Schlossgarten wurde auf Veranlassung des Amtsverwalters Kaemmerer ein neues Amtsgerichtsgebäude in der Deichstraße errichtet, das nach zweijähriger Bauzeit im Jahre 1904 seinen Betrieb aufnahm. In das verlassene Gebäude im Schlossgarten wurde kurz darauf unter der Bezeichnung „Amtshaus“ alle Verwaltungsarbeiten (Amtsverwalter, Standesamt, Strandamt, Gesindebüro, Dienstbotenkrankenkasse, Archiv) verlegt. Untergebracht waren in dem historischen Gebäude ab den 1920er Jahren außerdem: Einwohnermeldeamt, Polizei, Versicherungs- und Armenwesen sowie die Staatliche Kasse. Im Jahr 1938 übernahm das Ingenieurs- und Vermessungswesen die Räumlichkeiten bis zum Jahr 1987, weshalb das alte Amtsgerichtsgebäude im Schlossgarten von weiten Teilen der Bevölkerung auch heute noch als „Katasteramt“ bezeichnet wird. Im Jahr 1983 erfolgte die offizielle Unterschutzstellung als Baudenkmal. Nach umfassenden Renovierungsarbeiten wird das Gebäude seit Ende 1992 als Künstlerhaus genutzt.